Broghammerus reticulatus


Allgemeines

Der Netzpython besitzt ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Es erstreckt sich westlich von Nordostindien bis in den indonesischen Archipel im Osten. Durch sein großflächiges Verbreitungsgebiet, sind im laufe der Jahre auch unterschiedliche Größenarten des Pythons entdeckt worden (mehr unter Lokalvarianten). Es gibt viele Diskussionen ob der Netzpython nun die größte Schlange der Welt ist oder nicht. Definitiv ist Sie zumindest die längste Boiade. Die schwerste jedoch bleibt die Grüne Anakonda (eunektes murinus).

Verhalten und Händling

Viele Menschen geben dem Netzpython leider keinen guten Ruf. Er sei sehr agressiv und würde jeder Zeit beißen. Ich muß da jedoch sehr widersprechen. Bei meinen Tieren konnte ich bis jetzt so ein Verhalten noch nicht beobachten. Selbst die Wildfänge in meinem Besitz sind keines Wegs agressiv. Es gibt mit Sicherheit auch agressive Netzer die den Ruf bestätigen, aber die gibt es überall selbst bei uns Menschen. Ich konnte bei einigen meiner Retic´s eine denkweise beobachten die ich von keiner anderen Schlangenart her kenne. Ein gereizter Tigerpython beißt obwohl er ausserhalb der Reichweite des Gegners ist. Ein Netzpython hingegen wartet bis der Gegner in Reichweite ist bevor er attackiert.

Meine Tiere werden min. 2x die Woche gehändelt. Jedes Tier hat dabei ihr eigenes Verhalten. Während die Superzwerge eher ein hektisches Verhalten an den Tag legen, sind die Zwerge eher sehr ruhig und gut zu händeln. Genau wie die großen Arten. Ich empfehle es auch jedem seine Schlangen regelmäßig aus dem Terra zu nehmen allein schon für die Kontrolle des wohlbefinden der Schützlinge.




Wissenschaftliches


Der bisher gebräuchliche lateinische Artname des Netzpythons Python reticulatus ist nicht länger die korrekte Bezeichnung für diese Tiere. Bei der nähren phänotypischen und genotypischen Betrachtung und Untersuchung der Tiere fand man heraus, dass die Verwandschaft zum Timorpython doch enger ist als zu den anderen Vertretern der Pythons. Ein Grund der Umgruppierung dieser zwei Arten hängt wohl mit der Anzahl der Labialgruben(Wärmerezeptoren) zusammen. Ausschlaggebend hierfür waren Untersuchungen von LESLEY H. RAWLINGS (Adelaide, Australien), der hierzu einige Artikel verfasst hat. Die aktuell korrekte Bezeichnung lautet Broghammerus reticulatus.